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Der öff entliche Nahverkehr in Leipzig ist um eine Attraktion reicher. Wo sonst nur die großen Straßenbahnen i hre Runden drehen, ist im Frühling und Sommer nun hin und wie-der auch ein kleines grünes Gefährt zu beobachten – an Bus- und Straßenbahnhaltestellen und manchmal sogar auf den Schienen. Leipzig ist auf den Egholm gekommen.
Pulsierende Metropole im Herzen Deutschlands, international bedeutender Messestandort und bevölkerungsreichste Stadt der neuen Bundesländer – das ist Leipzig. Und das sind auch mehr als 500.000Einheimische sowie rund 1,6 Millionen Messebesucher jährlich, die Tag für Tag bewegt werden wollen.Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) unterhalten deshalb das mit 148,3 Kilometern Streckenlängeund 515 Haltestellen zweitgrößte Straßenbahnnetz Deutschlands – von den 103 Omnibussen, die an 614Haltestellen Fahrgäste ein- und ausladen, mal ganz zu schweigen. So befördert das Unternehmen jährlich ca.127 Millionen Personen zum Büro, zur Schule, zu den Messehallen.
Um Reinigung und Pflege der Haltestellen und Gleisanlagen kümmert sich das 1997 gegründete Tochterunternehmen Leipziger Servicebetriebe (LSB), das Kippen und Kaugummis, Laub, und Unrat, Schneeund Matsch Tag ein, Tag aus den Kampf ansagt.
Der Winterdienst im Auftrag der Leipziger Verkehrsbetriebe gehört zu den wesentlichen Aufgaben der 220 Mitarbeiter der LSB. Bis 2005 mussten diese noch per Hand an den Haltestellen Schnee schippen,Kies und Salz streuen, damit die Fahrgäste sicher zur Arbeit und zurück gelangten. „Absolut ineff ektiv", resümiert Thomas Liebau, Centerleiter Infrastruktur bei den LSB. Acht Kommunaltraktoren sollten Abhilfe schaff en. Spätestens nach dem Umbau vieler Straßenbahnhaltestellen zu Hochbahnsteigen stießen aber auch diese an ihre Grenzen. „Viele Bahnsteige sind nun enger als vorher, wir mussten viel rangieren", erinnert sich Liebau. Die Räder haben im Extremfall teilweise über die Kante der Hochbahnsteige geragt. „Wenn man sich überlegt, dass wir bei Nacht, Nebel und Schneesturm arbeiten, ist das eine echte Gefahr für die Arbeitssicherheit."
Ausnahmetalent mit Starpotenzial
Ganz klar, es musste eine neue Lösung her. „Auf einer Messe in Nürnberg sind wir zum ersten Mal auf Egholm aufmerksam geworden. Bei einer Vorführung in Eisenach etwas später folgte dann der Ahaeffekt", erzählt Liebau. Nicht nur für Holger Behrend, Geschäftsführer der Firma Behrend Stapler- und Geräte-technik, der als Händler Mittelsmann zwischen Egholm und den LSB war, eine glückliche Fügung. „Bei uns musste niemand Türen einrennen, die standen alle off en", berichtet Liebau. Und Heinz Skiba, Projektleiter Umwelt und Graffi ti, stimmt ein: „Der Egholm ist ein echtes Nischenprodukt und Ausnahmetalent, einfach ideal für unsere Zwecke."
Das fanden auch die Mitarbeiter, die in alle Entscheidungen mit einbezogen werden. Und so wurde 2007 der erste Geräteträger des dänischen Herstellers Egholm Maskiner A/S, das bewährte Modell 2100-II, angeschaff t. „Unsere Erwartungen waren sehr hoch, aber sie wurden allesamt erfüllt", resümiert Liebau zufrieden. „Die Mitarbeiter waren sogar so begeistert, dass sie die konventionellen Traktoren überhaupt nicht mehr fahren wollten." Der Beweis: Nur ein Jahr später, im November 2008, kauften die LSB gleich zwei weitere Geräteträger, diesmal vom Typ Egholm 2200. „Das neue Modell ist noch leistungsfähiger, noch komfortabler und noch bequemer im Handling", sagt eine, die es wissen muss: Kathrin Kühnel ist Vorarbeiterin im Bereich Vegetationspflege und fährt einen der drei Egholms. Ihr Fazit: „Technik macht Spaß, wenn sie wie beim Egholmfunktioniert. Wir sparen nicht nur Arbeit, sondern vor allem viel Zeit." Und das fängt schon beim Austausch der Anbaugeräte an. Dieser nimmt dank ausgefeiltem Kupplungssystem beim neuen Modell nicht einmal mehr eine Minute in Anspruch und ist von einer Person allein problemlos zu meistern.
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Dass die Lösung mit den Kommunaltraktoren dagegen nur „das Beste vom Schlechten war", wie Liebau sagt,zeigt sich auch an deren Ausnutzung. „Es gibt kaum etwas Schlimmeres als Maschinen, die die Hälfte desJahres ungenutzt herumstehen – das ist nicht nur ineff ektiv, sondern auch inakzeptabel", so Liebau. EinProblem, dass mit Egholm vom Tisch ist.
Einfach unschlagbar: Vielfalt überzeugt
Nicht nur, dass für den Egholm dank einer Breite von gerade einmal 1,04 Meter auch die Hochbahnsteige kein Hindernis mehr darstellen. Mit seinem umfassenden Anbaugeräteprogramm ist der Geräteträger ganzjährig einsetzbar. Wo im Winter bei den LSB Salz- und Kiesstreugerät sowie das Schneeräumschild für Sicherheit und Ordnung sorgen, ist in den übrigen Jahreszeiten auch das Kehr-/Sauggerät im Einsatz. Hierzu gehören Beseneinheit, Handsaugschlauch und Kehrgutbehälter mit integriertem Wassertank zur Staubbindung. Dank schmaler Abmessungen und hydraulischer Knicklenkung kommt der Egholm in jede Ecke. Mit demoptionalen dritten oder sogar vierten Seitenbesen sind auch die Flächen unter den Haltestellenbänken kein Hindernis mehr.
Der absolute Clou im „grünen Band von Leipzig": Mit dem Sichelmähwerk ausgerüstet stutzt der Egholm sogar den Rasen im Gleisbett, der aus Lärmschutzgründen angelegt ist. Wo sonst nur die großen Straßenbahnwaggons der Leipziger Verkehrsbetriebe ihre Routen abfahren, ist, wenn es wieder grünt und blüht, ab und an ein Egholm zu sehen. Das Heckauswurfmähwerk mit Mittelabsaugung sorgt dafür, dass jeder Grashalm im 750 Liter fassenden Sammelbehälter landet. „Derzeit gibt es keine vergleichbare Technik, die zwischen den Gleisen gleichzeitig mähen und das geschnittene Gras aufnehmen kann", erzählt Liebau zufrieden. „Und das in dem Tempo", ergänzt Skiba. „Schnelligkeit ist für uns nicht nur aus Gründen der Effi zienz ein wesentlicher Faktor, wir versuchen natürlich auch unseren Großauftraggeber, die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, in ihrem Betrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen."

Bei den LSB sind die drei Egholms wahrlich Extremsituationen ausgesetzt. Und das Unternehmen wird nicht müde, weitere Einsatzmöglichkeiten auszuloten. Graffi ti-Entfernung und Parkhausreinigung haben Liebau und Skiba schon ins Auge gefasst. „Wir sind einfach vom System überzeugt." Eine ganze Palette weiterer Anbaugeräte, die Egholm noch in petto hat, setzen der Fantasie keine Grenzen. Da ist es sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis aus dem Egholm-Trio bei den LSB ein Quartett, ein Quintett oder auch ein Sextett wird.
Weitere Informationen erhalten Sie auf:
Egholm GmbH Norbert Birkendorf Tel. 0531 129 77-0 www.egholm.de info@egholm.de
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